Die Gunst der Stunde nutzen

Ich melde mich zurück. Irgendwie banal und bescheuert zugleich dass ich ausgerechnet über die GPS Verbindung ein kurzes Lebenszeichen von mir geben möchte. So war es schlicht der Wunsch euch wissen zu lassen, dass das WLAN Netzwerk steht im Gegensatz zu manchen Möbeln. Einige Kabel hängen noch am Boden herum während hängende Bilder an Wänden fehlen. (hmmm.. . schöner Satz fällt mir gerade auf) „good to know how good i’am“ würde Trump von sich behaupten, wenn er denn dazu fähig wäre sinnige Sätze zu schmieden. Zurück zum Zhema: Ich wollte die Stunde nicht alle zwölfe werden, wenn heute das Herz des Storytellers wiederbelebt wurde. Ein par Feinheiten in der Wohnung und dann geht’s weiter…;-)

Ich werde gehen…

Für wenige Tage werde ich ohne Internet sein. Morgen steht der große Umzug an. Ich freue mich etwas auf die neue Wohnung. Zwar noch nicht ganz 100% wie ich mir mein Zuhause vorstelle, aber eine ältere Stadtbauwohnung mit hohen Decken soll es werden. Dort ist es tatsächlich nach etlichen Umzügen die erste unmöblierte Wohnung, die ich nach, ein Moment ich überlege noch, drei oder vier Wohnungen beziehen darf. Internet und Strom vorausschauend bereits bestellt sollten sie im Laufe der Woche doch eintreffen. Dann heißt es Geld sparen für einen neuen Laptop dessen Bildschirm flackert, ausfällt und nach 7 Jahren langsam den Geist aufgibt, wobei ich den Teufel nicht an die Wand schreiben möchte. Derzeit liegt die aktuelle Steuererklärung noch in ihm. Am liebsten würde ich meinen kleiner Acer noch behalten, doch die vielen Reisen und die ungenutzten Jahre am Anfang fühlte er sich wohl zu sehr vernachlässigt. Mein Tipp: Seid nicht nur Achtsam gegenüber euch selbst, der Familie und Freunden sondern auch gegenüber überteuerten Laptops und TV Geräten. Nutzt Sie, bis sie auseinanderfallen. Guten Nacht.. Ich merke wie ich wieder ausufern könnte, jedoch die Vernunft mich ins Bett schickt. Morgen wird es anstrengend und ganz bald bin ich wieder da.

Vater Sohn Gespräch 28

Mateo liegt mit Verbrennungen auf der Couch. Zuhause lässt er sich gesund pflegen und spricht zu seinem Vater:

>>Die haben uns in der Hand. Was hast du getan? Warum erzählst du mir nicht von deinem großen Deal? Worum geht es? Und wann darf ich endlich im Geschäft mit einsteigen.<<

>>Mateo höre zu. Ich bin damals mit euch aus wirtschaftlichen Gründen aus Spanien geflohen. Deine Mutter und ich waren noch sehr jung, unreif in unserem Verhalten. Um über die Runden zu kommen fing ich bereits in frühen Jahren an zu dealen. Ich hatte deine Mutter vertröstet es eines Tages nicht mehr zu tun, doch die Umstände ließen es nicht zu. Ich erzählte ihr es nicht mehr zu tun, tat es jedoch heimlich weiterhin. Immer in der Hoffnung möglichst bald einen Job zu finden, der es mir ermöglicht uns finanziell über Wasser zu halten. Ich wollte längst die Dealerei aufgeben, das kriminelle Milieu hinter mir lassen. Verstehst du? Nur holt dich die Vergangenheit immer wieder ein, ob du es dir wünschst oder nicht.<< Juan tränten die Augen. Mateo verwundert über die vielen Worte die sein Vater zu ließ, der sich sonst eher kurz hielt. >>Höre auf in Rätseln zu sprechen. Sag mir wer oder was ist die Vergangenheit! Wer war überhaupt der Typ zwischen den Bäumen?<<, weinend zugleich wütend aus der Verzweifelung möchte Mateo nichts als die Wahrheit hören. Juan horcht plötzlich auf, als er bereits im Begriff war das Wohnzimmer ihrer kleinen Wohnung über der Bar zu verlassen. Er drehte sich um, richtete seinen hängenden Kopf zu Mateo, strich sich mit beiden Händen durchs Gesicht er mit einem Haargummi sich seine langen dunklen gelockten Haare zusammen band. >>Du hast jemanden gesehen? Wie sah er aus Mateo?<< >>Ich weiß nicht so recht, großer Typ, schwarzer Mantel. Ich habe ihn nur von hinten gesehen.<< Mateo schaute dabei zur Decke, legte seinen rechten Unterarm auf die Stirn und atmete schwer.  Juan hatte sofort Mason unter Verdacht, sowie es der Joker geplant hatte. Allerdings ist vereinbart worden, die Familie aus dem Spiel zu lassen. Ein Regelbruch den Mason teuer bezahlen würde. Er verließ das Wohnzimmer, begab sich in seine inzwischen verwüstete Bar und richtete sie wieder her. Es solle die letzte große Aktion werden. Wie sehr wünschte sich Juan etwas Ruhe in seinem Leben. Sein Sohn Mateo war gut in der Schule. Wie gerne würde er ihm eine passende Lernumgebung schaffen wollen mit weniger Ärger. Die einst ruhige East Street, ein sozialer Brennpunkt. Die Brücke sollte den Anschluss zur Stadt wieder herstellen. Sie brachte ihm viele Touristen, ließen seine Gaststätte florieren, doch zugleich erhöhten sich die Probleme im Viertel zunehmend. Den Angriff auf seinen Sohn, den würde Juan Chico ihm nicht verzeihen. Sein Schicksal ließ ihn jedoch nicht im Stich.

Juan arbeitete ab jetzt nur noch vordergründig für Mason. Die Yachten wurden durch Fremdeinwirkung zu einem Zeitpunkt zerstört, als er die Pillen unterschlagen hatte.. Er hatte die Chance genutzt und die durchsichtigen Pillen mit einem 3 D Drucker nachdrucken lassen. Masons Kontrolleure waren Armleuchter, als sie ihn kontrollierten und er die Plastikteile vorzeigte. Sein Ziel war es mit der Polizei irgendwann zu koorperieren, die Verbindungen offen zu legen um für Mateo die Studiengebühren finanzieren zu können. In der Hoffnung ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen zu werden versteckte er die Ware an seinem venezianischen Kronleuchter im Schlafzimmer. Dort lagen sie als Beweismaterial in einer bestimmten Reihenfolge in den Kerzenschälchen bis der richtige Zeitpunkt kommen würde.

Blitzrunde

Blitzrunde – leider nicht anders möglich. In einer halben Stunde schreibe ich kurz runter was mir in den Sinn kommt. Ziel ist es, nicht mehr Halt zu machen. Die Finger tippen lassen, Wortchaos auf meinem Laptopdisplay entstehen zu lassen. So hat sich heute eine Situation bei mir ereignet, die sagen wir mal, mich aus einer tiefen Schlucht wieder herausgeführt hat. Die Schlucht des Niedergeschlagenen Schreibers, des ewig Zweifelnden mit sich hadernden Anfängers, der nicht bereit ist zu Bluten, nein ich korrigiere, nicht er selbst soll bluten, vielmehr die Finger und der Kopf darf am besten im Gedankennebel verschwinden. In mir fand eine Schlacht zwischen Tatendrang und Faulenzen statt. Ich hasse diese Momente, so sehr dass sie mich manchmal niederdrücken. Doch dann gewann ich Zuversicht, als mir das Schicksaal einen Stein der Hoffnung schenken würde, den ich dafür verwendet habe meinen inneren Schweinehund zu besteinigen, mich jener Situation aussetze, alles zu zu lassen, die lautere innere Stimme den ewig bellenden Hund übertönen soll. >>Aus! Aus!<< schreit Herrchen, als der Hund wieder ins Schlummern zurückkehrt kleiner wird und ich die Chance ergriff über ihn hinweg zu steigen, als verwandle sich der innere Pitbull, der mir Angst einflößte und mich kleiner machte als ich bin, in einen Mops dessen Anblick eher als niedlich zu bezeichnen ist. Eher lächle, mir regelrecht die Angst genommen wurde, als mir das Schicksaal einen Kugelschreiber, in dunkler Nussoptik mit eingraviertem Namen schenkte. Sie kaufte sie fürs Team. So hat ein jeder seinen eigenen, einen der schreibt und erkennbar bleibt. Ich nehme sie als Trophäe, als eine Selbstbestätigung, einen Beweis dafür, dass Gedanken einen in den Erfolg formen können, wenn man es denn innerlich spüren lässt. So verändert sich das Umfeld, die Menschen, man verändert sich selbst, wirkt authentischer und so ist bereits im Kugelschreiber, das Wort der „Schreiber“ enthalten. Wer bin ich also? Will mir das Schicksaal sagen: >>Bleibe dabei und gebe Vollgas, lasse Fantasien zu jeglicher Art egal wohin sie dich führen, aber verdammt nochmal lasse sie zu aber verschwende nicht meine Zeit.<< Doch wenn ich an jenen Artikel meiner Lieblingszeitung Die Zeit zurückdenke, denke ich an jenen Slumbewohner aus einem kleinen Dorf, der mit viel Mühe, der Wahrscheinlichkeit in einem finanziellen Desaster zu enden und aus reiner Leidenschaft einen Film drehte, der als Actionstreifen so überzogen einen Hollywood Regisseur bei Youtube überzeugte und nun mit ihm zusammenarbeitet, frage ich mich, was tun wir um endgültig aus unserer Komfortzone zu entkommen? Die Träume wahr werden lassen und uns nicht aufhalten lassen würden. Genauso wie jener beschissener Gedanke ob man in den Blog investieren solle oder nicht, spricht der Vergleich bereits Bände es doch zu tun und zu versuchen und damit es dann schön weh tut, gerne das 30€ Package monatlich, aber „Nein“ für den hohen König Storyteller könnte das wieder zu viel Geldverlust bedeuten. >>Gehts noch!<< schreit die Vernunft ins Ohr, während die Willenskraft sich noch schnell einmischen muss, diesen Artikel mit entstehen lässt. Zurück zum Kugelschreiber, ist er für mich ein Mahnmal, vielleicht der Beweis dafür dass Gedanken Materie Formen, Gedanken ausgesprochen die Welt verbessern oder wie aktuell zu sehen verschlechtern. Noch gebe ich mich nicht geschlagen. Der Tag noch jung, lässt er sich nutzen, Minutiös fürs Schreiben aufwenden, wenn nicht gleich nutze ich jeden Einzelnen, um die Grenzenlosigkeit des Prozesses, des Erlernens der Fähigkeit Schreiben zu maximieren. Der Flow, der sich stets bei mir nicht schnell genug einstellen kann öffnet manchmal Tore zu Gedanken, von denen ich nicht einmal wusste, dass ich sie hätte. Der Text geprägt von Bildern von Hölzken auf Stöcksken muss ich schmunzeln, genieße aber das rauschen der der klappernden Tastatur als seien es die Wellen, die ich einst in jüngerer Zeit am Meer vernahm, mich gleich der Frust des Wissens über ertrunkene Flüchtlinge einholt. So nah liegen sie beieinander, das verlockende Schöne, dessen man sich schlafend in der Sonne gerne hingibt doch zugleich den Tod beherbergt. Hoffnung und Verzweifelung so nah beieinander, dass ich den Kugelschreiber als ein Instrument zur Erfüllung meiner Träume und Visionen verstehe, als eine Art Zauberstab, ein Schwert, ein Messer für scharfe und kritische Töne, ein Zeichen des inneren Aufbruchs und doch zugleich die innere Kritik nach den hoffnungsvollen Worten eintritt, wie eben Ebbe und Flut. Es sind noch genau zwei Minuten, in denen ich meinen Flow noch entladen lasse, bis ich Ihn stoppe, das Endorphin und Serotonin im Maximum meines Schreibprozesses stehen. Zufall oder Wille der den Text entstehen ließ, ein Experiment, das mit dem Punkt endet, der Rundung eines Punkts aus meinem Kugelschreiber.

Kleiner Nachsatz:

Who killed Captain Alex

 

 

Die Intrige 27

Es war einst am Samstag Morgen als er sehr früh aufstand. Seine Weather App am Fenster zeigte den Gefrierpunkt an. Dabei hätte er zugleich einfach hinaussehen können. Vom Bett aus zu Faul zum Aufstehen, drehte er sich noch einmal herum als der Fensterwecker ihn doch pünktlichst an sein Vorhaben erinnerte. Die Fensterscheibe wurde weiß und leuchtete hell mit den Ziffern fünf Uhr dreißig auf. Gestern noch hatte er beobachten können wie der Polizist abgeholt wurde. Es wurde Zeit, die East Street endlich für sich in Anspruch zu nehmen, das Chaos zu beseitigen und die East Street zu dem werden zu lassen, die sie einmal war. Ein ruhige pitoreske Straße außerhalb der Stadt. Zugleich er es genoss zwischen Frieden und Intrigen entscheiden zu können. Mason Whales dagegen wusste nicht, wie um ihn geschah. Sein geplatzter Pillendeal, wie der Verlust der Yachten sorgten dafür, dass er einen schlechten Stand innerhalb der Familie hatte. Das Feuer im Kamin ist nachts erloschen, die Glut in schwarze Asche übergegangen, während in ihm eine Idee entfachte, ihn endgültig von der Familie abstoßen zu können. Er zog sich seinen schwarzen Mantel über, legte die Lederhandschuhe an und eine schwarze Skimaske, die seine Augen frei hielten, Mund und Nase dagegen verdeckten. Er ging zu Fuß zum abgelegenen Fußballplatz, auf dem er nachts manche Runden drehte, um sich manchmal seinen Kopf wieder frei zu laufen. Er wusste dass sich Juan Chicos Sohn mit seiner Mannschaft, meist gegen 08:30 Uhr auf dem Platz traf. Mit genügend Abstand, zwischen den hochgewachsenen Birkenbäumen sah er auf den Platz indessen er sein Tablet herausholte, sein Programm startete und anfing die Smartphones zu orten. Er konnte jedes einzelne zurückverfolgen, sah, dass manche sie in den Taschen am Rand des Spielfeldes ließen und andere während des Trainings mit auf das Spielfeld nahmen. So auch Juan Chicos Sohn  Mateo, der es bitter bereuen würde. Schnell eingewählt, startete er wahllos eine Vielzahl von Apps, bis das Smartphone sich allmählich erwärmte, installierte einen Virus und ließ es zum Schluss entflammen. Mateo knickte beim Aufwärmtraining ein, schrie als er sich zusätzlich auf die schmerzende Stelle fasste und nicht verstand was passierte. Daraufhin blieb seine Mannschaft stehen rannten auf Mateo zu, bis auch die weiteren Smartphones nach und nach entflammten. Das Fußballfeld erinnerte an ein Schlachtfeld, humpelnder entflammter Fußballspieler. Der erste Schritt sei getan, wenn zugleich eine Menge unschuldiger darunter Verbrennungen ersten Grades erlitten. Der Joker verließ die Birken, als eine Taube die Baumkrone verließ und der gefallene Schnee herunterrieselte. Mateo sah verschwommen eine schwarze Gestalt am Rande des Fußballplatzes zügig weglaufen. Juan würde denken, dass Mason etwas damit zu tun haben würde. Die Intrige geschickt eingefädelt, macht sich der Joker an die Arbeit tiefer nach den bisher oberflächlichen, schon fast offensichtlichen Verbindungen der Whales Familie zu recherchieren.

 

Wellness zum Wochenende 26

Nach Wochen des Undercover Einsatzes in der kleinen Polizeistation wurde Vincent aufgrund der Gefahrenlage unerwartet vom Quadrocopter abgeholt. Die zerstörte Werft, die entführten Yachten und die Bar von Chico, die eines Nachts von einem Dutzend Schränken in schwarzen Anzügen mit Baseballschlägern von innen neu eingerichtet wurde sorgten seinen Chef um Vincents Wohlergehen. Es ist Freitag. Vincent sollte übers Wochenende ausspannen. In einem Wellness Hotel außerhalb der Stadt würde er zusammen mit Rodney laut seinem Chef dazu eingeladen werden es sich gut gehen zu lassen. Rodney stand rund um die Uhr als Ansprechpartner für Vincent zur Verfügung. Die letzten drei Tage hatten sie gemeinsam durchgearbeitet. Viel Kaffee für Rodney und viele Proteinsmoothies für Vincent. Inzwischen waren die Whales zurück und präsenter denn je zuvor. Sie durchsuchten die Gebäude. Die Häuser der East Street wurden häufiger denn je kontrolliert. Sie ließen die Familien darin weiter wohnen, doch jeder zahlte einen von ihm angeordneten Betrag bei seinen Anhängern. Vincent schaffte es sogar ins Haupthaus der Familie Whales, hatte Indizien über das Piranha Becken und bekam mit wie Querulanten der Familie ihr fürchterliches Urteil erlitten. Ein Anblick den Vincent lange verarbeiten würde. Seine Erinnerungen wolle er erst einmal bei einer Ganzkörpermassage zunächst aus sich herauskneten lassen wollen, bevor er sich am Montag den grauenvollen Bildern widmen würde. Nur eins hatte Vincent in der Zeit nicht geschafft, auch nur ansatzweise herauszufinden wer die Yachten steuerte und ob er selbst vielleicht derzeit beobachtet werden würde. Im Quadrocopter angeschnallt fiel er sofort in einen tiefen Schlaf alsbald die Polizeistation von oben betrachtet an die Größe eines Kartenhauses erinnerte.